Holzbau in Mainz: gestapelt, gewogen, getürmt…
In der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz hat das Bauen mit Holz einen hohen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stellenwert. Das Land verleiht regelmäßig den "Holzbaupreis Rheinland-Pfalz", das Gebäude des Bischöflichen Jugendamtes Don Bosco in Mainz erhielt im Jahr 2011 gar den Deutschen Holzbaupreis. Überhaupt wird inzwischen jedes fünfte Haus in Rheinland-Pfalz aus Holz gebaut.
Insgesamt liefert auch die städtische Geschichte viele Belege für eine lange Tradition zum Bauen und Handel mit Holz. Die im 2. Weltkrieg vom Bombenhagel verschonten und heute noch erhaltenen Fachwerkhäuser der Altstadt gehören dazu. Schon im Mittelalter war die Gutenberg-Stadt einer der wichtigsten Umschlagplätze des Werkstoffs Holz in Deutschland. Aus dem gesamten süddeutschen Raum wurde das Holz über den Rhein nach Mainz geflözt, hier gestapelt, vermessen, gewogen und in alle Welt weiterverkauft. Ein Zeitzeuge ist heute einer der drei letzten Befestigungstürme der ehemaligen Mainzer Stadtmauer: Der "Holzturm", ein aus Stein gebauter mittelalterlicher Stadtturm im gotischen Stil steht dort, wo früher der am Rhein gelegene Holzstapelplatz war.
Um den Mainzer Bürgern die modernden Anwendungsmöglichkeiten des Baustoffs Holz und die Verwendung weiterer nachwachsender Rohstoffe im Bausektor vor Augen zu führen, gastiert die BAUnatour vom 22.05. bis 28.05.2012 in der Landeshauptstadt. Auf dem stark frequentierten Vorplatz des Mainzer Hauptbahnhofs kooperiert die Wanderausstellung mit dem Umweltamt der Landeshauptstadt und weiteren regionalen Partnern aus Unternehmen und Verbänden.
















