Umweltbotschafter Ben in der Info-Box

Uhu Ben in der Box.

"Vogelwilden" Besuch durften die Gäste der BAUnatour in Bottrop bestaunen. Der zahme Uhu Ben, seines Zeichens Umweltbotschafter einer großen deutschen Kaufhauskette, inspizierte die Info-Box. Vor allem die Schafwolldämmung (oder wohl eher der "vermutete Rest" des Schafes unter der Wolle) hatte es dem mächtigen Raubvogel angetan. Uhu Ben ist dennoch ein Profi in Sachen Öffentlichkeitsarbeit. Auf den ersten Blick ist das sicher nicht erkennbar, dennoch hat der Vogel mit den Fachberatern der BAUnatour vieles gemeinsam: Als Repräsentant und fester Bestandteil eines langfristig angelegten Umweltengagements tourt auch der zahme Ben bereits seit 2009 durch Deutschland. Und wie die Wanderausstellung ist auch das Umweltmobil an frequenzstarken Standorten in den Städten präsent. Zusätzlich werden Schulen und Kindergärten in der Umgebung angesprochen. Ziel dieser Aktionen ist es, die Besucher des Umweltmobils für die Fragen rund ums Thema zu sensibilisieren und zu begeistern. Und wie die Fachberater der BAUnatour, hat Uhu Ben augenscheinlich den vollen Durchblick in Sachen Nachhaltigkeit.

 

Ben scheint das Schaf im Dämmstoff-Exponat etwas zu vermissen.

An den meisten Standorten wird auch der lokale Naturpark mit einbezogen. Und wie die BAUnatour-Infobox ist das Umweltmobil mit zahlreichen Präparaten, Modellen und elektronischen Medien ausgestattet. Schwerpunktthema hier ist der heimische Wald mit seiner artenreichen Flora und Fauna. Außerdem lernen die Kinder Spannendes rund um die Bereiche Klimaschutz, Energie und Abfall. Ähnlich den BAUER HUBERT-Geschichten gibt es auch im Umweltmobil speziell für Kinder ein Begleitheft, das Aspekte des Programms aufgreift, z. B. außer Wald und Tiere im Wald auch Treibhauseffekt und Klimawandel, Erderwärmung, fossile Brennstoffe und erneuerbare Energien oder die Bedeutung der Korkeichenwälder...

Fachberater Steffen Heinemann erläutert der 9.Klasse des Heinrich-Heine-Gymnasiums die Wandaufbauten.

Da staunten die Schüler aus der 9. Klasse des Heinrich-Heinemann-Gymnasiums nicht schlecht als Steffen Heinemann, Fachberater der BAUnatour, die Funktion diffusionsoffener Bauteile erklärte: Die Schüler konnten kaum glauben, dass durch Kochen, Duschen, Schwitzen der Hausbewohner in einem Vier-Personen-Haushalt 10 bis 12 Liter Wasserdampf die Raumluft füllen. Heinemann erläutert, dass die gasförmigen Moleküle sich gleichmäßig im Raum verteilen und einen bestimmten Dampfdruck erzeugen, die sog. relative Luftfeuchtigkeit. Auch im Freien lässt sich Dampfdruck messen. Entspricht er der relativen Luftfeuchtigkeit im Haus, besteht ein Gleichgewicht. Liegt der Dampfdruck in Inneren des Hauses höher oder niedriger als die relative Luftfeuchtigkeit draußen, spricht man von einem Dampfdruck-Gefälle. Der Dampfdruck entweicht auf die druckärmere Seite des Bauteils, er diffundiert. So entsteht eine Ausgleichsströmung, die Diffusion.

Steffen Heinemann, Fachberater erklärt weiter, je dichter und kälter ein Baustoff, desto mehr Wasserdampf aus der Raumluft schlägt sich daran als Kondenswasser nieder. Dauerfeuchte kann zu Bauschäden führen. Materialien, die Feuchte zunächst aufnehmen und nach und nach wieder abgeben, regulieren das Raumklima – man sagt: sie sind offen für die Diffusion des Dampfes.

Wanderausstellung BAUnatour 2011-2012

 

© www.nachwachsende-rohstoffe.de